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Alle höher gelegenen Bahnen und Lifte sind aufgrund des Schneesturmes - Orkan Evi bis auf Weiteres außer Betrieb! - Das Nachtskifahren am Gschwend 1 findet voraussichtlich heute statt!

Historie des Skigebietes

Urgeschichtliche Anfänge

Ab wann man tatsächlich von Skifahren sprechen kann, ist selbst unter Experten eine Streitfrage. Beginnt die Geschichte der Skitechnik etwa bereits vor 5000 Jahren? Damals war es im Winter besonders schwer, auf die überlebenswichtige Jagd zu gehen. In Zentralasien, der Türkei und Sibirien wurden Überreste von alten Schneeschuhen gefunden, während ca. 1000 Jahre später skandinavische Ski-Vorläufer entstanden. Diese Spezialschuhe waren bis zu drei Meter lang, ihr Gebrauch wurde unter anderem in Steinzeichnungen dokumentiert. In der Bronzezeit soll die heute gängige Skiform entstanden sein. Griechische und römische Geschichtsschreiber berichten ebenso von wilden Völkern, die sich auf Holzbrettern in eisiger Kälte fortbewegten.

Von Telemark nach Balderschwang

Wo der moderne Skilauf seine tatsächlichen Wurzeln hat, ist durchaus eine Streitfrage. Viel wichtiger sind aber die Entwicklungen in der norwegischen Landschaft Telemarken, wo um 1860 Stopp- und Richtungswechsel entwickelt wurden, um nach dem Skisprung abzubremsen und die Aufstiegszeiten zu verkürzen. Bei einer an der Ferse nicht fixierten Bindung entstanden der Telemark-Schwung, der heute in Skisprungwettbewerben als Landungstechnik zum Einsatz kommt, sowie der Kristiania-Schwung, aus dem schließlich der Stemmbogen wurde. Aus diesen Schwüngen entwickelte sich wiederum die Skitechnik der Langläufer, Tourengeher und, im Fall des Telemarks, Skispringer.

 

Um 1900 wurde im Gästebuch des Gasthof Kienle erstmalig ein Tourenskifahrer erwähnt welcher aus Sonthofen über das Gunzensrieder Tal nach Balderschwang gereist ist.

Balderschwang

Schon seit über 55 Jahren wird in Balderschwang  naturverbundener, ökologisch nachhaltiger und touristisch engagierter Skisport betrieben. Mit dem mittlerweile steilsten Schlepplift Europas beginnend wurde der Ski- und Langlaufsport aktiv in Balderschwang ausgebaut. Vom Beginn weg als Familienbetrieb geführt, wurde über die Jahrzehnte Qualität und Komfort im Skigebiet groß geschrieben. Laufend wurde und wird in die Infrastruktur investiert, um immer auf der Höhe der Zeit zu sein und den Besuchern ein unvergessliches Ski-Erlebnis zu bieten.

55 JAHRE ERFOLGSGESCHICHTE

Sommer 1962: Heinz Fischer, damals aktiver Skirennläufer und Mitglied im SCBW aus der Kneippstadt Bad Wörishofen und bereits langjähriger Fan von Balderschwang gründet mit Skisportfreunden die Liftgesellschaft Balderschwang und beginnt mit knappen Startkapital aus seinem Wörishofer Malereibetrieb und viel Überzeugungswillen gegenüber den Balderschwanger Bürgern und Grundstücksbesitzer die Erschließung des neuen Skigebietes mit dem Gelbhansekopf-Schlepplift. Arbeitsplätze werde das Skigebiet schaffen, verspricht er, und unter dem imposanten Riedberger Horn eine Attraktion werden. Heinz Fischer erntet viel Zustimmung, aber auch viel Kopfschütteln - ausgerechnet in Balderschwang, in diesem verschlafenen Bergort mit kaum Übernachtungsmöglichkeiten und lediglich notdürftiger Zufahrt aus Deutschland über die - damals Kostenpflichtige - Mauttrasse am Riedbergpass, soll ein Skigebiet entstehen? 

55 Jahre später: Aus dem damaligen Traum ist das Skigebiet Balderschwang mit knapp 40 Pistenkilometern, 13 Aufstiegsanlagen, zahlreichen Skihütten und viel Sonne geworden und rundherum hat sich eine Vorzeige-Tourismusgemeinde entwickelt, die zu den „Perlen des Allgäus“ gehört. Aus dem Projekt des Skipioniers Heinz Fischers ist ein Skigebiet geworden, dem Tester seit Jahren wiederholt eine der besten Pistenpräparierungen  bescheinigen.

Dazwischen liegen 55 Jahre, in denen Balderschwang stets Innovationsgeist zeigte. Von der erstmaligen Verbindung mit dem Skigebiet am Riedberger Horn Mitte der 1990er Jahre, über den Ausbau von Schneekanonen und Schneelanzen in der Urzeit der künstlichen Beschneiung Mitte der 1980er Jahre bis hin zum Bau der neuen 6er Sesselbahn am Hochschelpen im Jahr 2016. Das Skigebiet Balderschwang ist heute zweitgrößtes und eines der beliebtesten Skigebiete in Deutschland, zudem auch als Ausrichtungsort für regionale, nationale  und Internationale Skirennen in der gesamten Region Allgäu und Vorarlberg geschätzt.

Skifahrer über die erste feste Brücke an der Bolgenach zur Gelbhansekopf-Talstation | © Skigebiet Balderschwang Fischer

Brücke über die Bolgenach vom Parkplatz zur Gelbhansekopf Talstation und zur "alten Schelpenalp"

verschneites Balderschwanger Tal - Alte Schelpealp und Talstation Hochschelpen | © Skigebiet Balderschwang Fischer

Gelbhansekopf Talstation und erste Gastwirtschaft "alte Schelpenalp" im Skigebiet

Straßenzufahrt nach Balderschwang mit Blick auf die Kirche und Riedberger Horn . Schneewände ca. 4m hoch | © Skigebiet Balderschwang Fischer

Balderschwang - von jeher mit Schneereichtum beschenkt! "Kann man in Balderschwang nicht Skifahren - geht es nirgendwo im Allgäu!"

Heinz Fischer an der 6er Stütze beim Bau des Schwarzenberg Liftes | © Skigebiet Balderschwang Fischer

Heinz Fischer beim Bau des Schwarzenberg-Liftes 1978 - damals und jetzt heute wieder als längster von Doppelmayr gebauter Schlepplift ausgewiesen

 

 

 

Skifahrer am Hochschelpen | © Skigebiet Balderschwang Fischer

Skipiste am Hochschelpen um 1980. Der Hochschelpen-Schlepplift wurde 1974 gebaut und 2016 durch die neue Doppelmayr  6er Sesselbahn ersetzt.

Historisches Bild vom Parkplatz an der Schelpenalp an der Bolgenach | © Skigebiet Balderschwang

Das Skigebiet Balderschwang war schon damals gut besucht. Aufgrund der weitläufigen Skipisten ein Geheimtip mit meist jedoch geringen Wartezeiten an den Liften.

Zeitungsbericht zur Eröffnung des Gelbhansekopf-Schleppliftes zur Wintersaison 1962/63 in Balderschwang.

aus den Archiven...

Wissenswertes:

Balderschwang ca. 1989

Start zum Wettertannenrennen ca. 1976

Hängebrücke über die Bolgenach zur Talstation Gelbhansekopflift / Alte Schelpenalp ca. 1968

Bergstation Schwarzenberglift ca. 1983

Bergstation Gelbhansekopf und Bergwachthütte ca. 1984

Skifahren geht immer! Auch bei widrigen Umständen! Hochschelpenlift und Fuchshütte im Frühjahr 1983

Alte Schelpenalp ca. 1983

Damals wurde mehr mit dem Bus gereist. Busreisen sind und waren günstig... Parkplatz am Gschwend 1 Lift ca. 1983

Alte Schelpenalp & Gelbhansekopf Talstation. Wenn der Andrang groß war fuhr man schon mal bis in den Abend hinein... ca. 1980